Meryem Bercin

Gewaltige Nacht

Der Mond zerbricht in tausend Stücke. Es prasseln Scherben wie Hagel auf den Boden. Die Sterne fallen, knallen, schlagen ein wie Bomben. Der Tag gleicht der Nacht. Ein kleines Herz das ständig wacht.

Und Ich finde Glasscherben in jeder Ecke dieses Hauses.

Sprich: Allahuakbar

Und bevor du nicht mehr kannst
lerne richtig zu leben
sprich bei jedem Atemzug
Allahu – akbar – Allahu – akbar –
Allahu – akbar – Allahu –
akbar – Allahu –
akbar –

Ein Blick

Ein Blick- und alles ist gesagt
Wenn Augen sprechen sind keine Worte mehr gefragt

Ein Lächeln- und das Herz ist zufrieden
Es wird nur für Sie schlagen und nur Sie wird es lieben

Ein Abschied- und die Seele fängt an zu schrein’:
“Sie wird dir fehlen, ohne Sie bist du allein!
Wenn selbst Adam aleyhisselâm
Seine Eva braucht, um in Frieden zu sein
Wie könntest Du denn leichten Herzens sein? – Nein!
Mensch braucht Liebende um glücklich zu sein.”

Wahrlich, im Gedenken Allahs werden die Herzen ruhig.“ [13:28]

Wenn ich bei dir bin
Sag, was kommt dir in den Sinn
Sag mir was in dir vorgeht, wenn ich da bin.

Sei ehrlich. Sieh, ich bin durcheinander
Du weißt wie ich bin, wir kennen doch einander.

…seit geraumer Zeit plagen mich Gedanken…

Ich wandle umher
mein Herz ist schwer
und doch so leicht
– ist alles nur Einbildung? Spinn’ ich vielleicht?

Ich habe Zweifel – doch alles ist eindeutig
“ich kann mich nicht täuschen” denke ich freudig
und doch
ich habe Angst, denn ich suche nach der Wahrheit
meine Gedanken ordnend verschaff’ ich mir Klarheit

Und so wende ich mich dem Vertrauenswürdigen in Reue zu,
denn
im Gedenken an Allah finden Herzen Ruh’.

Lass uns malen…

Komm, lass uns ein Bild malen
mit bunten Blumen und Schmetterlingen in allen Farben.

Lass uns den Himmel malen, tieftiefblau
und die Sonne sonnig strahlend.

Lass uns ein Häuschen malen mit rosa Wänden und grünen Fensterrahmen
und die Menschen, die darin leben, sollen immer ein Lächeln mit sich tragen.

Komm, lass uns viele viele Bilder malen…

5.9.12

Es bebt das Herz die Seele
Und hofft auf Besserung
Erwache und erzähle
Von Wahrheit und Verfälschung

Erzähle von der Botschaft
Wie in alten Zeiten
Wer gab dir einst die Kraft?
Was stand auf Seinen Seiten?

Sag wer bist du nun,
Oh, du Feind der Wahrheit
Wann willst du Gutes tun?
Es steht nicht still die Zeit

Was soll ich dir noch sagen
Gehst auf falschen Wegen
Du, der Beste im Versagen
Fern bist von Gottes Segen

An:Dich

Befreie Sie, wenn du wahrhaftig bist!
Sie wartet.

Die Sterne fallen, immer tiefer.
Der Wind weht, immer kälter.

Ergreife Sie, wenn du wahrhaftig bist!
Dort steht Sie und wartet.

Doch du fällst, immer tiefer
unaufhaltsam
bis unter die dunkelsten Gräber.

Doch dein Sturm lässt jeden schaudern
mit deiner Kaltherzigkeit ziehst du jeden
mit, in dein Verderben mit.

Und du wartest
Um befreit zu werden

November 2011
Meryem Bercin

Stumm

Ich bin ein Feind von Worten,
ein Feind von Worten.
Nichts können sie, so leer wie sie sind.
Nichts ausdrücken.

Goldwert ist doch das Schweigen?!
Weshalb reden bloß alle?
Weshalb schweige ich?

Leere Worte.
Ausdruckslos.

Ich bin ein Feind von Worten,
ein Feind von Worten.

So schweigt doch alle!

So schweige ich.

Meryem Bercin

September 2011